Der Williams Sour ist eine Variante eines der berühmtesten Drinks der Welt: des Sours. Zumeist als Whiskey-Sour im Glas bietet die Basisrezeptur eine schier unendliche Bandbreite an möglichen Interpretationen und um dem ganzen etwas mitteleuropäisches Kolorit zu verpassen, ist der Griff zu einer Flasche Williams Brand eine ideale Spielweise mit dem Ergebnis eines Drinks, der ab diesem Moment das Potential zu einem Lieblingsdrink hat. Wieso, Warum und vor allem Wie – das erfährst Du hier in 4 Minuten
Der Sour – eine Struktur für die Ewigkeit
Gute Dinge können so einfach sein. Und zu diesem Allgemeinplatz gehört definitiv die Rezeptur eines Sours. 50ml Spirituose, 30ml frischer Zitronensaft (wahlweise auch Limette oder eine andere Zitrusfrucht), 20ml Zucker, etwas Bitters (wie zum Beispiel Angostura Bitters) und je nach Gusto etwas Eiweiß – et voilà, man hat einen Sour im Glas.
Super einfach und schnell in jeder Hausbar realisierbar. Die gesamte Geschichte des Sours habe ich hier einmal für Dich aufgeschrieben – und dazu einige spannende Twists in diesem Artikel hier.
Williams – mehr als der Willi vom Après Ski
Und dank der unglaublichen Flexibilität dieser Rezeptur ist es mehr als naheliegend, auch mal heimische Spirituosen dafür zu probieren. Im Übrigen ein Trend, der schon vor einigen Jahren – vor allem im Süden der Republik und geprägt durch den Einfluss des Schwarzwaldes – in der deutschen Barszene Einzug hielt und in der jährlichen Made in GSA Cocktail Competition des Mixology Bar Magazins seinen jährlichen und verdienten Höhepunkt feiert.
Gerade dieser Rahmen ist für die deutsche Schnapsszene ein unglaublicher Boost, denn mal ganz ehrlich und mit der Hand auf dem Herzen: für die meisten sind (vor allem) Obstbrände, Schnäpse und Geiste vor allem fester Bestandteil des Kulturkanons Winterurlaub mit dem täglichen Highlight des Après Skis. Kein Problem und kein Vorwurf – aber anders ist halt auch schön! Und vor allem vielleicht sogar noch schöner!
Von daher freut es mich sehr, dass das Image des destillierten Obstes immer mehr aufpoliert wird und die Flaschen seit vielen Jahren fester Bestandteil der Cocktailwelt sind. Und aus dem einfach Willi ein feiner Williams wurde. Und aus diesem machen wir jetzt einen Sour!
Wenn die Frucht Kraft benötigt
Der größte Vorteil am Williams Sour liegt in der breiten Verfügbarkeit seiner Zutaten. Während eine Flasche Whiskey nicht automatisch Bestandteil eines Haushalts ist, findet sich ein Williams selbst in der Vorratskammer meiner Schwiegermutter – und mit dem Rezept von unten ist die Flasche auch bald alle.
Allerdings liegt in der Bandbreite der Verfügbarkeit auch das Problem der Qualitätsvarianz. Viele Obstbrände und Obstgeiste sind leider mit dem Ziel des schnellen und zielorientierten Konsums hergestellt worden und kommen mit zumeist 37,5% Vol. daher. Dies ist das gesetzliche Mindestmaß an Alkohol für einen Williams Brand.

Häufig sind diese Schnäpse auf eine fruchtige Aromatik produziert, damit man gleich noch eine Runde davon bestellt. Das macht sicherlich viel Freude, aber wird uns für den Williams Sour leider nicht weiterhelfen. Wir benötigen mindestens 40% Vol.! Und wenn man jetzt denkt, dass 2,5% Vol. nicht die Welt ausmachen – so glaube mir: oh doch!
Zum Glück hat unser Williams Brand aus dem Hause Krebs diese 40% Vol. in der Flasche und dazu eine gehörige Portion Kraft und Energie.
Ein liquides Dessert gewünscht?
Eines vorweg: dieser Williams Sour ist ein perfektes liquides Dessert und passt sowohl im Sommer als auch zur kalten Jahreszeit. Und genau da liegt die Brillanz dieses Drinks. Der Williams Sour ist so etwas wie eine goldene Eier legende Wollmilchsau. Halt nur für Trinker und Genießer!
Seine Balance aus Frucht, Säure und Süße in Kombination mit der Textur – da sagt niemand nein! Und es ist so einfach!
Williams Sour – der einfachste Weg zu fruchtiger Glückseligkeit
Vom besagten Williams vom Weingut Krebs aus Binzen im Markgräflerland nehmen wir daher gleich einmal 60ml in den Shaker und geben dazu 30ml frischen Zitronensaft und 20ml Zuckersirup. Und auch wenn ich im klassischen Whiskey Sour keinesfalls ein Freund von Eiweiß bin, so passt es in den Williams Sour einfach ganz hervorragend hinein.
Rezept des Williams Sours zum nachmixen
- 60ml Krebs Williams Brand
- 30ml frischer Zitronensaft
- 20ml Zuckersirup
- 1 Eiweiß
Alles zusammen wird auf Eiswürfeln kräftig geschüttelt, damit auch ja eine wundervolle und weiche Schaumkrone entsteht. Doppelt durch einen Hawthron-Strainer und ein feines Barsieb, wird der fertige Drink dann in ein Glas mit frischen Eiswürfeln, abgeseiht.
Was bei Drinks mit Eiweiß immer wichtig ist: etwas Zitruszeste über dem Drink abspritzen – irgendwann könnte ansonsten das Eiweiß etwas muffig wirken. Und das wollen wir auf gar keinen Fall!
Ein Lieblingsdrink für jedermann
So schnell und einfach, wie ein Williams Sour gemixt ist, gönnen wir uns einen ersten Schluck. Und ich bin mir sehr sicher, die meisten Menschen werden diesen Drink lieben! Denn ehrlicherweise ist er so wundervoll, dass man ihn sich fast hätte nicht besser ausdenken können. Der Williams Sour hat Lieblingsdrinkpotential und vor allem schafft er es, ein heimisches Terroir – die Streuobstwiese als Herkunft der Birne – auch in die Barkarten dieser Welt zu tragen. Und wem das zu philosophisch ist, dem bleibt ja immer noch ein grandioser Drink. Für diejenigen, die sich mehr mit dem Terroir beschäftigen wollen, sei mein Artikel aus dem Jahr 2017 als Einleitung ans Herz gelegt – und den findest Du hier.

Anmerkung
Vielen Dank an Madeleine Krebs für die Bereitstellung einer Flasche dieses wundervollen Williams. Außer Obstbrand ist hier nix geflossen.